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Der Friedhof Südwestkirchhof bei Berlin

Der Südwestkirchhof in BerlinDPA

Etwa 28 Kilometer südwestlich von Berlin liegt in Stahnsdorf der Südwestkirchhof. Er besteht seit 1909, hat eine Fläche von 206 Hektar und ist damit einer der größten Friedhöfe in Deutschland. Etwa 150 Hektar waren und sind für Familiengräber vorgesehen, die bis heute individuell gestaltet werden.

Architektur auf dem Südwestkirchhof

Durch sein langes Bestehen und die unermüdliche Pflege zeigt der Südwestkirchhof eine einzigartige Sammlung von Grabstätten aus vielen Jahrzehnten. Barock und Klassizismus, Gotik und Expressionismus liegen hier nebeneinander in einer wunderbaren Parklandschaft. In diese fügt sich harmonisch die Friedhofskapelle ein. Komplett aus Holz gebaut, ist sie noch im Original aus 1909 erhalten, Malereien und die Orgel inklusive.

Berühmte Gräber auf dem Südwestkirchhof bei Berlin

Der Südwestkirchhof wird von der evangelischen Kirche unterhalten. Der Friedhof ist jedoch offen für alle Menschen, unabhängig von Religion und Herkunft. So finden sich hier die Gräber des großen Baumeisters Walter Gropius, des Sängers und Komponisten Engelbert Humperdinck, der Verleger Gustav Langenscheidt und Louis-Ferdinand Ullstein sowie des Industriellen Werner von Siemens. Der Berliner Maler und Zeichner Heinrich Zille hat ebenfalls auf dem Südwestkirchhof seine letzte Ruhe gefunden.
Königin Elizabeth II dankte bei einem Besuch des britischen Soldatenfriedhofs South-Western Cemetery den Pflegern und Betreibern für ihre jahrelangen Bemühungen um den Erhalt der Gräber.

Besonderheiten auf dem Südwestkirchhof

Von 1913 bis 1961 verband die Friedhofsbahn den Südwestkirchhof mit Berlin-Wannsee. Mit dem Mauerbau lag der Friedhof im Grenzgebiet und konnte von Westberlin aus nicht mehr betreten werden. Ostberlin nutzte den Friedhof weiter. Reste der 1976 stillgelegten Bahnanlagen sind noch zu erkennen, das Bahnhofsgebäude hingegen wurde gesprengt.

Urnengräber auf dem Südwestkirchhof 

Der Südwestkirchhof bietet Urnenbegräbnisse unter Bäumen - so genannte Naturbestattungen. Tafeln mit den Namen der Verstorbenen geben den Angehörigen einen Platz zum Innehalten. Viele historische Grabstätten wurden besonders während der deutschen Teilung nicht gepflegt. Um diese zu erhalten, kann man Grabpatenschaften übernehmen. Man sorgt damit für die Restaurierung und den Erhalt einer Grabstelle und erwirbt gleichzeitig das Recht, dort bestattet zu werden.

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